Berlin, 17. Dezember 2003 - Da sage einer, die
Unternehmer hätten kein Geld. Wenn es ihnen um ihre Herzensanliegen
geht, dann kommt es ihnen auf ein paar Cent, auch auf einige Euro
mehr nicht an.
Die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie wollen die
"Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" erneut mit 50 Millionen
Euro finanzieren. Das erfuhr das Hamburger Magazin stern vom
Präsidenten des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin
Kannegiesser. Damit kann die von den Arbeitgebern finanzierte
Initiative ihre Arbeit bis ins Jahr 2009 sicherstellen.
Die "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" soll weiterhin für
einen radikalen Sozialabbau und ein wirtschafts- und
reformfreudiges Klima in Deutschland sorgen. Dazu hatte
Gesamtmetall die im Jahr 2000 gegründete Initiative bereits schon
einmal mit 50 Millionen Euro ausgestattet. Aushängeschild der
Initiative ist der ehemalige Bundesbankpräsident Hans
Tietmeyer.
Eine andere Initiative mit ähnlich radikalem Anliegen ist der
Bürgerkonvent des Bonner Professors Meinhard Miegel. Miegel
weigerte sich bisher konsequent, die Finanziers zu nennen, die
hinter seinem Bürgerkonvent stecken. Nach stern-Recherchen gehört
zu ihnen der Düsseldorfer Kaufmann und CDU-Großspender Udo van
Meeteren. Van Meeteren betont aber, nicht der einzige Spender zu
sein. Er habe den Bürgerkonvent lediglich mit 5000 Euro
unterstützt.
Die Unternehmen wissen schon, wo es sich lohnt, in die Zukunft zu
investieren. Investitionen in Öffentlichkeitsarbeit, sind
Investitionen, die sich lohnen - und auszahlen.
Text: -hz/dpa